Jean-Michel Basquiat (amerikanisch, 22.12.1960 – 12.08.1988), einer der ersten afroamerikanischen Künstler, der in der Kunstwelt Ansehen erlangt hat, er hatte eine kurze aber überaus produktive Karriere. Er wurde durch Verschmelzung multikultureller Symbole, seine sarkastischen Bemerkungen, seinen unverwechselbaren grafischen Stil und oft auch durch seine temperamentvolle Persönlichkeit bekannt. Er wurde in Brooklyn, New York, USA geboren und begann schon in jungen Jahren zu zeichnen und regelmäßig Museen zu besuchen. Viele Dinge, mit denen er sich in seiner Kindheit beschäftigte (von Cartoons, Filmen von Alfred Hitchcock bis hin zu französischen und spanischen Büchern), hatten Einfluss auf seine späteren Arbeiten. Basquiat hat die Schule mit 17 Jahren abgebrochen und begann sich als Künstler zu betätigen, mit seinem erfundenen Synonym SAMO ("Same Old Shit") gewann er schnell an Ruhm.

Ende der 1970er Jahre und Anfang der 1980er Jahre erstellte Basquiat Graffitis mit seiner SAMO-Signatur und verband diese mit kryptischen Phrasen und er begann gefundene Gegenstände, Gebäude, T-Shirts und kommerzielle Dinge zu bemalen. Er befasste sich eingehend mit der urbanen Avantgarde Kultur New York Citys der 1980er Jahre, er erstellte sehr ausdrucksstarke Bilder, welche ihm 1982 erhebliche Anerkennung brachten, woraufhin seine erste Einzelausstellung folgte. 1983 freundete er sich mit seinem Idol Andy Warhol (amerikanisch, 1928–1987) an und die beiden arbeiteten bei mehreren Projekten zusammen. Basquiat kombinierte eine afrikanische, aztekische, hispanische, antike römische und griechische Bildsprache mit seinen eigenen ikonografischen und grafischen Kennzeichen.

Basquiat blieb seinen afroamerikanischen Wurzeln immer treu, in seinen Bildern spiegeln sich häufig Rassenkonflikte in Amerika und die Kultur der afrikanischen Diaspora wider. Mitte der 1980er Jahre begann er mit, sehr zur Sorge seiner Freunde und Kollegen, mit dem Drogenkonsum. Seine Launenhaftigkeit und sein Temperament wurden dadurch verstärkt. Der Tod von Andy Warhol im Jahr 1987 traf Basquiat schwer und er malte mehrere Werke in Ekstase, mit einer apokalyptischen Bildsprache, die häufig den Tod thematisierten. Er starb 1988 an einer Überdosis Drogen nach einer kurzen aber einzigartigen Karriere.