Andy Warhol, geboren am 6. August 1928 in Pittsburgh, gestorben am 22. Februar 1987 in New York City, gilt wohl als Inbegriff und Ikone der Pop Art schlechthin. Sein Gesamtkunstwerk, das von anfänglich einfachen Werbegrafiken hin zu seinen Gemälden, Filmen und Büchern reicht, ist einfach überwältigend.

Die durchdringendste Erneuerung des künstlerischen Multitalents Warhol besteht in der Verwendung von Siebdrucktechniken - meist basierend auf Fotografien - als Ersatz des Malens. Die gänzlich veränderte Wirkung seiner Subjekte durch die Vervielfältigung in verschiedenen Farben stellt einen weiteren Meilenstein in der Pop Art dar. In der New Yorker Kunst- und Society-Szene war "Candy Andy", wie ihn seine Mutter liebevoll nannte, seit Beginn der 60er Jahre bis zu seinem Tod omnipräsent, in seiner "Factory" gingen deren Stars ein und aus bzw. wurden durch Warhol erst zu diesen (u.v. "Mythos Marilyn", durch Warhols kurz nach ihrem Tod angefertigten Portraits).

Der "Texaner", Robert Rauschenberg, selbst einer der ersten und wichtigsten Künstler der Pop Art hat für das Kunst- und Kulturprodukt Warhol wohl die passendsten Worte gefunden: "Ein guter Warhol ist möglicherweise kein Warhol. Einen schlechten kann es nicht geben. Er macht die Kunstgeschichte ratlos. Ober er sie bewusst opferte oder sie ihm völlig egal war, ist völlig egal. Sein Einfluss auf unser Leben bleibt explosiv."

Und Joseph Beuys über den Menschen Andy Warhol: "Ich bin nicht an einer Psychoanalyse Andy Warhols interessiert, denn dafür liebe ich ihn zu sehr." Dieses Gefühl teilten wohl alle seiner zahlreichen Freunde.